SICH POSITIONIEREN, DAS IST MANCHMAL HEISS

Hallo !


Ich heisse Matthieu, ich bin Elsässer/Insel Réunion (ein Mischling Elsass und Insel Réunion), ich bin Fischer von Raubfischen (gut… Sünder auch…, -franz. Wortspiel-. Aber in stetigem Aufschwung in beiden Fächer. In der Fachsprache sagt man « ein Heiliger der noch sündigt“). Ich bin verheiratet mit Magali seit mehr als 11 Jahre und unser Nachwuchs ist gesichert mit zwei wunderbaren Wesen die unsere ganze Freude sind : Gabriel und Madeleine.


Wir kennen uns nicht –noch kurz gesagt danke an MOVE für Ihr Vertrauen- und auf der Stelle will ich mit dir sprechen wie wenn wir uns gegenüber stehen würden, in einem grünen Umfeld, irgendwo auf meiner Insel, im Indischen Ozean, mit dem Geräusch der Wellen, na ja, da wo es gut ist gemütlich auszutauschen von Herz zu Herz.


Man hat mir grünes Licht gegeben also werfe ich mich ohne Netze, ohne Filter, übergehend von Thematik zu Herausforderungen, verzichte auf schwierige Themen damit am Schluss dein Glaube gestärkt und verfeinert werde. Hast du Kenntnis von Mehrsilbig in « f »? Gut, versprochen ich kanalisiere mich.


Bevor wir weitergehen, möchte ich noch, dass du der mich liest, ob du gläubig bist oder nicht, auf geistlicher Suche oder Abbruch, dass dies was ich mit dir unten teile dir helfen könnte und dich aufpeppen. Nachher wenn es dich über Gott erleuchten kann, und näher bringen, sag ich nicht nein^^!


SICH POSITIONIEREN, DAS IST MANCHMAL HEISS

Dies ist nicht neu, beruhigen wir uns, aber es gibt Spannung zu sagen was du denkst, so wie : wer du bist, was du wirklich glaubst innerlich, was du aufgeben willst oder anfangen. Das erste Mal als ich meinen Freunden mitteilte dass ich seit einigen Wochen nicht mehr Lust hatte mich high zu machen mit Haschisch, mit Ruhm, dass ich sogar die Zigarette abgestellt habe, was heute nicht mehr mein Delirium ist, dass ich den Sinn meines Lebens gefunden habe, dass Jesus mein Lebensmodel geworden ist, die Rückmeldungen und Meinungen waren eher zwiespältig. Gut, ich kann sie ein bisschen verstehen. Vom Dealer-Dieb-Klubber im Quartier bekannt, zum Christen wechseln, und das alles in einem Weekend, das kann komisch erscheinen. Etliche glaubten gar nicht daran, andere waren skeptisch, andere noch sprachen respektvoll : „ich bin froh wenn es dir gut tut“. Ach was! Das tat mir nicht gut, dieses Erlebnis aus meiner Sicht war gerade das Beste das mir je im Leben passiert ist! Das heisseste für mich war, nachdem ich ihnen meine Erfahrung mitgeteilt hatte. Etliche meiner Gefährten versuchten mich extra, indem sie mir einen Joint zum Rauchen gaben, andere beobachteten mein Funktionieren sehr genau um mich beim kleinsten Fehler zu ertappen. Man hat mich sogar als verrückt bezeichnet weil ich –laut ihnen- das Leben nicht mehr kiffte. Ich dachte, dass alle sich freuen würden wenn ich nicht mehr im früheren Trip war, mich finanziell nicht mehr ruinierte, dass ich meinen Frieden nach innen und in den Beziehungen gefunden habe… Aber nein. Meine Erfahrung hat nicht die Einstimmigkeit gefunden. Sich positionieren das ist manchmal heiss.


SICH POSITIONIEREN, IST NICHT SICH RADIKALISIEREN, JEDOCH EHER SEINE BEZIEHUNG ZU GOTT VERTIEFFEN, UND ZUM ANDEREN


Mit der Wahl ein Jünger zu werden (Schüler-Lehrling-Padawan) von Jesus, habe ich Fehler gemacht –und noch heute-… Mit 17 Jahren Rückblich auf mein Christenleben, klar, hätte ich mich manchmal enthalten sollen, gewisse Sachen zu sagen oder zu tun, unter dem Vorwand es sei christlich oder geistlich dies oder das zu tun oder denken oder sagen. Manchmal im Gegenteil, mich zu positionieren war ganz klar die beste Entscheidung. Ich realisiere dass es -nur mich verpflichtet- ich ignorierte gewisse Dinge über Gott und Lebensprinzipien der Bibel. In Wahrheit, in einer ersten Zeit glaubte ich das Christenleben sei zweiteilig : du musst, du musst nicht, punkt. Im Grunde vertauschte ich zwei Prinzipien : radikal sein für Jesus und tief sein in meiner Verbindung zu Jesus. #Radikalität VERSUS #Tiefe. Beide wollen scheinbar das gleiche sagen : 100% für Gott sein, voll engagiert. Jedoch das Erste kann die Unterdrückung des anderen heraus-streichen zum Nachteil dessen wir als die Wahrheit betrachten. Das zweite Prinzip empfiehlt die Unterdrückung des ich’s, damit Jesus die Wahrheit bekannt wird, durch das Erlebte mit Ihm. Ich treffe Entscheidungen für Jesus. Persönliche Entscheidungen die manchmal stören werden, bestimmt herausfordern, aber Entscheidungen die ich Anderen nicht aufdränge und die manchmal provozieren, erfreuen oder anstossen.


RADIKAL oder IN TIEFE ? Praktische Fälle^^


Ich erinnere mich an meine einstige Rückgabe von 2 Euro an eine Person die ich nicht kannte. 2 Euro ?! Ich übertreibe ? Ich erkläre dir in zwei Sekunden. Mein Scooter fällt in Benzinpanne. Ich läute bei einem Unbekannten, schwöre vor Gott ihm sie zurück zu zahlen. Damals Gott und ich das war wie der „Mandalorier und Moff Gideon“, (na ja nicht Freunde, nun ja ich war nicht befreundet mit Ihm). Schwören in seinem Namen das ist nicht seriös. 1 Jahr später werde ich ein Christ, fahre jeden Tag am Hause des „Unbekannten“ vorbei. Gott rüttelt mich auf in meinen Gedanken : „Matthieu, du hattest geschworen ihm zurück zu zahlen, du hast geschworen in meinem Namen“. Nach einigen Tagen ging ich zum Kerl und sagte ihm : „nun ich komme um meine Schuld zu bezahlen, Gott hat mich an mein Versprechen erinnert also tue ich’s“. Der Kerl hat halluziniert aber der Einfluss war real. Also für 2 Euro, Radikal oder Tiefe ? Einverstanden das ist ein liebes Beispiel. Nun ein anderes würzigeres. Jedes Mal wenn ich Jemandem nein sagte, um in ein Nachtlokal zu gehen mich auszutoben, oder man mir Lust Angebote machte, ich nein sagte weil es für mich nicht mehr Leidenschaft war, der Ort oder das Angebot zieht mich nicht mehr an, da kamen die „du radikalisierst dich Mahommed – Jesus!“. Doch ich sagte nicht, geh du nicht hin, nur : „ich geh nicht mehr“. Radikal oder Tiefe ? Tiefe. In den Anfängen meines Christseins, durfte ich meinen Schwestern sagen wie sie sich anziehen sollten damit dies „Gott gefalle“. Radikal oder Tiefe ? Radikal… Ich schäme mich heute noch sehr darüber. Ich versuchte einen imaginären Strohhalm aus ihren Augen zu ziehen während ich einen Balken im Auge hatte… Ich war überzeugt dass die Bibel Listen von „spirituellen“ Kleidern angab, während sie eher Betonung und auf den Anstand legt (ein Ruf zum Gleichgewicht zwischen der persönlichen Sensibilität jedermanns über den Respekt seines Körpers, der Körper der Anderen und der kulturellen Gesetze diesbezüglich).

- Bist du immer noch bei mir nach 1337 Wörtern ? – RESPEKT


SICH POSITIONIEREN, DAS ZAHLT SICH AUS AUF DIE ZEIT


Vor einigen Tagen bekam ich die Nachricht einer früheren Freundin die mich ab und zu mit Haschisch versorgte. Wir hatten seit mindestens 17 Jahren nicht mehr zusammen gesprochen. Ich konnte ihr mein Glaube mitteilen, meine Überzeugungen, es ging jedoch nie weiter. Vor einer Woche schreibt sie mir und stellt mir Fragen zur Bibel. Sie wurde bearbeitet durch einen Traum den sie bekam über Ägypten (frag mich nicht warum…) und in der Suche in ihren Kontaktadressen, wer ist in der Spiritualität? Ich. Sie kontaktiert mich und rate worum? Von Ägypten zu Israel im Durchgang von Frage-Antworten, das Gespräch führt uns ruhig zur… Liebe Gottes dessen reinster und verständlichster Ausdruck menschlich gesprochen ist Jesus, sein Werk am Kreuz, seine Botschaft, sein Beispiel. Ich zähle die Anzahl Personen nicht mehr, die am Anfang nicht begeistert waren von meiner geistlichen Ausrichtung, die in einer zweiten Zeit überlegt haben. Ich erinnere mich an Serge, ein super Kerl und anti-Gott. Unsere Austausche waren gespannt und bitter. Ich habe mich positioniert, ich war nicht immer perfekt in meinen Antworten und Aktionen. Für Serge ist die Geschichte schön, er und seine Frau haben vor kurzer Zeit geistliche Schritte unternommen und sind Christen geworden. Wir haben uns kontaktiert und er hat mich sogar ermutigt im Glauben. Es hat Gutes sich zu positionieren. Man ist bloss überwältigt ein Glied zu sein in der Liebeskette die zu Jesus führt.


Sich positionieren vermehrt nicht immer unser Ansehen, aber zu guter Letzt, man hilft, man ermutigt, beratet und tröstet manchmal, und das hat keinen Preis.


Für dich der du ein Jünger Jesu bist, ich ermutige dich, dass du dich immer positionierst. Trage Sorge die Fallen der Radikalität zu meiden und fahre weiter in der Vertiefung der Verbindung mit Jesus. Du wirst immer ein Segen sein um dich herum.


Für dich, mein nicht gläubiger Freund, skeptisch vielleicht ? Ich ermutige dich deine Stellungnahme (Positionierung) zu Gott zu überdenken. Trag Sorge die Gefahren der Radikalität -anti-Spiritualität/Religion- zu umgehen und fahre fort mit mehr Tiefe in deinen Überlegungen. Nachher, hast du das Sehen.


Matthieu Thomann

Pastor in der Kirche CEP von Auxerre


Dank an Joël und Angelica Gerber für die Übersetzung und Luca Loosli für die Koordination.