Die Sache mit den Vorsätzen

Yo people !

Ich weiss nicht ob du dir normalerweise Vorsätze fürs neue Jahr machst. Wenn ja – hey, es ist mitte April… wie steht’s um deine Vorsätze? Machst du jetzt jeden Tag Sport? Liest du mehr Bücher? Hast du die Bibel schon zu einem Drittel durchgelesen? Bist du netter zu deinem Bruder? Wenn ja – dann wow; Hut ab!

Aber vielleicht kennst du auch den «Einbruch», wenn man sich Dinge vorgenommen hat. Über eine gewisse Zeit funktionieren die neuen Vorsätze, weil man motiviert ist aber irgendwann hat man vielleicht keine Lust mehr, verbringt seine Zeit mit anderen Dingen oder merkt dass es doch nicht so gut zu einem passt – nicht böse gemeint – aber ihr kennt das sicher.

Wieso ich mitten im Jahr über Vorsätze schreibe?

Vor etwa einem Monat ging es mir ähnlich wie manch einem, der sich im Dezember Gedanken für den 1. Januar macht:

Lockdown in der Schweiz? #stayhome und Homeoffice? Keine Sitzungen mehr am Abend? Keine Termine mehr? What?! Was mache ich denn mit dieser neuen freien Zeit?

Ich will die Corona-Epidemie nicht kleinreden – versteht mich ja nicht falsch. Ich bin sehr dankbar, dass es mich nicht schwerwiegend trifft, da bei mir Arbeit und Studium gut von zu Hause aus weiterlaufen und ich bete für diejenigen, bei denen die Situation sehr herausfordernd ist. Aber als #stayhome ausgerufen wurde, war ich hochmotiviert und überlegte mir Dinge, dich ich nun in der freien Zeit tun könnte:

- Frühlingsputz in meiner WG

- endlich Bücher und Zeitschriften lesen, die ich schon sooo lange rumliegen habe

- Podcasts hören

- Dinge, die liegen geblieben sind aufarbeiten

- viel Zeit fürs Studium investieren

- Backen

- Kochen

- mit Freunden telefonieren

- Fotos sortieren

die Liste von Ideen ging noch weiter….

Und nun, einige Wochen später an einem Sonntagmorgen sitze ich auf meinem Balkon und mache mir Gedanken.

Inzwischen ist bei mir ein neuer Alltag entstanden. Die erst freien Zeitfenster haben sich neu gefüllt.

Und ja, ich habe einige «Vorsätze» abgehäkelt. Ich will nicht sagen, «zum Glück» aber aufgrund eines Schimmelflecks in meinem Zimmer, musste ich kurzweilig mein Bett ins Wohnzimmer zügeln und nutzte diese Situation für eine Aufräumaktion meines Zimmers. Vorsatz – check.

Aber trotz dem Erreichten, war ich unzufrieden. Ich habe noch einiges, was ich tun will / wollte und immer wieder kamen diese Gefühle eines schlechten Gewissens auf und der innere Druck, noch mehr tun zu müssen.

Vielleicht kennst du diese Gefühle (auch abseits von Corona).

Was ich vorerst als Corona = mehr freie Zeit angesehen habe, veränderte sich schnell. Ich habe zwar seit langem wieder Wochenenden ohne Termine (#hochdiehändewochenende) aber in diesem neuen Alltag kamen doch einige Herausforderungen, die ich in meiner «Vorsatz-Planung» nicht miteinberechnet hatte.

Anstatt gefrustet aus der Situation zu gehen, möchte ich dir Mut machen, diese Herausforderungen auch als Chance zu sehen, dich neu und noch ein wenig besser kennen zu lernen, dich auf Gott auszurichten und deine Anliegen bei ihm abzulegen.

Ob es dir wie mir geht und du gestresst bist mit deiner Zeitaufteilung oder Vorsätzen, ob du selbst von Corona betroffen bist, ob du es nicht mehr zu Hause aushältst, ob du gerade durch eine schwierige Zeit gehst…

"Gedenkt nicht an das Frühere und achtet nicht auf das Vorige! Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr's denn nicht? Ich mache einen Weg in der Wüste und Wasserströme in der Einöde."

Jesaja 43, 18-19

Seid gesegnet und behütet!

Julia Neufeld

MENNONITISCHE JUGENDKOMMISSION DER SCHWEIZ

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